Gute Berichterstattung

 

Eingereichte Hausarbeit am IfP der Uni Mainz - Note: 1,7 (Autor: Daniel Waldschik)

Eingereichte Hausarbeit am IfP der Uni Mainz – Note: 1,7             (Autor: Daniel Waldschik)

 

1. Einleitung

„Peinliche Panne: Der Fernsehsender n-tv und mehrere Online-Auftritte großerZeitungen haben den Tod des krebs-kranken Schauspielers Patrick Swayze gemeldet. Eine Sprecherin des Künstlers dementierte umgehend.“

(SPON: 2009)

 

„Man lebt nur zweimal“ [2], stellte Geheimagent James Bond nach seinem vorgetäusch- ten Tod eindrucksvoll unter Beweis. Nicht druckbar fiel hingegen am 19. Mai 2009 die Berichterstattung amerikanischer Medien über den vermeintlichen Tod des krebs- kranken Schauspielers Patrick Swayze aus, die auf nicht sorgfältig nachgeprüften Informationsquellen basierte. Nachdem die Meldung von US-Radiostationen verbreitet wurde und zeitgleich durch das Internet „twitterte“ erreichte sie schließlich die deutschen Medien. Diese überprüften den Wahrheitsgehalt der Neuigkeit ebenfalls nicht, sodass auch im Internetauftritt großer deutscher Zeitungen der Tod Swayzes betrauert wurde. Kurze Zeit später folgte das Dementi: Swayze lebte noch, und alle Medien korrigierten umgehend ihre Falschmeldung [3].

Diese fehlerhaft recherchierte Berichterstattung ist nicht nur ein Paradebeispiel für Verstöße gegen Ziffer 1, 2 und 8 der publizistischen Grundsätze [4], sondern lässt durch die vernachlässigte Sorgfaltspflicht zugleich einen Mangel journalistischer Professionalität [5] erkennen. In diesem Zusammenhang geht die vorliegende Hausarbeit folgender Forschungsfrage nach: „Berichterstattung in der Presse – Welche Indikatoren kennzeichnen journalistische Professionalität?“

Um sich ihrer Beantwortung zu nähern widmet sich Kapitel 2 der Analyse des Indikators „Kenntnis des Journalisten seiner Rechte und Pflichten“. Die Sammlung messbarer Indikatoren zur Kennzeichnung der Ausprägung „journalistische Professionalität“ wird auch in Kapitel 3 weitergeführt, weshalb dort das Hauptaugenmerk auf als „speziell“ erachteten Indikatoren liegt. So werden u.a. ausgewählte Grundsätze des Pressekodex analysiert, da gerade die Kenntnis und Einhaltung des Berufsethos ein professionelles Arbeiten gewährleistet [7]. Hiernach werden Schlüsselkompetenzen vorgestellt, die ebenso als Gütekriterien angesehen werden können. In der Schlussbetrachtung werden die gewonnenen Erkenntnisse zusammengetragen und bezüglich der Forschungsfrage nochmals bewertet. [zum PDF]

 

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Bis dahin, Euer Daniel Waldschik